Wenn die Ammerländer Versicherung VVaG in der Hausratversicherung einen Schaden ersetzt, geht ein Ersatzanspruch des Versicherungsnehmers gegen einen Dritten in Höhe der Zahlung auf den Versicherer über – jedoch nie zum Nachteil des Versicherungsnehmers. Gegen Personen in häuslicher Gemeinschaft gilt der Übergang nur bei Vorsatz. Zudem muss der Versicherungsnehmer seinen Ersatzanspruch wahren und bei dessen Durchsetzung mitwirken.
Steht dem Versicherungsnehmer ein Ersatzanspruch gegen einen Dritten zu, geht dieser Anspruch auf den Versicherer über, soweit der Versicherer den Schaden ersetzt. Der Übergang darf nicht zum Nachteil des Versicherungsnehmers geltend gemacht werden.
Richtet sich der Ersatzanspruch des Versicherungsnehmers gegen eine Person, mit der er bei Eintritt des Schadens in häuslicher Gemeinschaft lebt, kann der Übergang nicht geltend gemacht werden. Eine Ausnahme gilt, wenn diese Person den Schaden vorsätzlich verursacht hat.
Obliegenheiten zur Sicherung von Ersatzansprüchen
Der Versicherungsnehmer hat seinen Ersatzanspruch oder ein zur Sicherung dieses Anspruchs dienendes Recht unter Beachtung der geltenden Form- und Fristvorschriften zu wahren. Nach dem Übergang des Ersatzanspruchs auf den Versicherer hat er bei dessen Durchsetzung durch den Versicherer, soweit erforderlich, mitzuwirken.
Verletzt der Versicherungsnehmer diese Obliegenheit vorsätzlich, ist der Versicherer insoweit nicht zur Leistung verpflichtet, als er infolgedessen keinen Ersatz von dem Dritten erlangen kann.
Bei einer grob fahrlässigen Verletzung der Obliegenheit ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens des Versicherungsnehmers entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Die Beweislast für das Nichtvorliegen einer groben Fahrlässigkeit trägt der Versicherungsnehmer.
Was bedeutet das konkret?
Zahlt der Versicherer für einen Schaden, übernimmt er im gleichen Umfang die Ansprüche, die der Versicherungsnehmer gegen einen Schädiger hat. Der Versicherungsnehmer darf dadurch keinen Nachteil erleiden. Gegen Mitbewohner im gemeinsamen Haushalt wird der Anspruch nur geltend gemacht, wenn diese den Schaden absichtlich verursacht haben. Zudem muss der Versicherungsnehmer seine Ersatzansprüche fristgerecht sichern und bei deren Durchsetzung mithelfen – sonst kann die Leistung gekürzt werden oder ganz entfallen.
Häufige Fragen
Was passiert mit meinen Ansprüchen gegen einen Schädiger, wenn der Versicherer zahlt?
Soweit der Versicherer den Schaden ersetzt, geht Ihr Ersatzanspruch gegen den Dritten auf ihn über. Dieser Übergang darf jedoch nicht zu Ihrem Nachteil geltend gemacht werden.
Kann der Versicherer sich das Geld von einem Mitbewohner zurückholen?
Richtet sich der Anspruch gegen eine Person, mit der Sie bei Eintritt des Schadens in häuslicher Gemeinschaft leben, wird der Übergang nicht geltend gemacht – es sei denn, diese Person hat den Schaden vorsätzlich verursacht.
Welche Pflichten habe ich zur Sicherung von Ersatzansprüchen?
Sie müssen Ihren Ersatzanspruch oder ein zu dessen Sicherung dienendes Recht unter Beachtung der geltenden Form- und Fristvorschriften wahren und nach dem Übergang bei der Durchsetzung durch den Versicherer, soweit erforderlich, mitwirken.
Welche Folgen hat es, wenn ich diese Obliegenheit verletze?
Bei vorsätzlicher Verletzung ist der Versicherer insoweit nicht leistungspflichtig, als er dadurch keinen Ersatz vom Dritten erlangen kann. Bei grob fahrlässiger Verletzung kann er seine Leistung entsprechend der Schwere des Verschuldens kürzen; die Beweislast für das Nichtvorliegen grober Fahrlässigkeit tragen Sie.
Inhalte aus: Bedingungen Hausratversicherung Economic 2022