In der VHV Unfallversicherung besteht Schutz bei Unfällen durch Bewusstseinsstörungen – etwa infolge von Alkohol, Medikamenten, Herzinfarkt, Schlaganfall, Zuckerschock oder ungewollter Einnahme von K.-o.-Tropfen. Erfahren Sie, wann eine Bewusstseinsstörung vorliegt und welche Grenzen beim Führen von Kraftfahrzeugen gelten.
Eine Bewusstseinsstörung liegt vor, wenn die versicherte Person in ihrer Aufnahme- und Reaktionsfähigkeit so beeinträchtigt ist, dass sie den Anforderungen der konkreten Gefahrenlage nicht mehr gewachsen ist.
Ursachen für die Bewusstseinsstörung können sein:
- eine gesundheitliche Beeinträchtigung,
- die Einnahme von Medikamenten,
- Alkoholkonsum,
- Konsum von Drogen oder sonstigen Mitteln, die das Bewusstsein beeinträchtigen.
Mitversichert sind Unfälle aufgrund von Bewusstseinsstörungen durch:
- ein Unfallereignis nach Ziffer 1.3, für das nach diesem Vertrag Versicherungsschutz besteht,
- einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Ausgeschlossen bleiben Gesundheitsschäden, die durch den Herzinfarkt oder Schlaganfall selbst verursacht wurden.
- einen epileptischen Unfall oder Krampfanfall,
- Alkoholkonsum. Beim Lenken von Kraftfahrzeugen jedoch nur dann, wenn der Blutalkoholgehalt nicht mehr als 1,5 Promille beträgt.
- Einnahme von Medikamenten,
- ungewollte Einnahme von sogenannten „K.O.-Tropfen“, soweit dies von der versicherten Person bei der Polizei angezeigt worden ist,
- Herz-Kreislauf-Störungen und Ohnmachtsanfälle, auch sofern diese witterungsbedingt eingetreten sind,
- Übermüdung (Schlaftrunkenheit), Einschlafen, Schlafwandeln und Erschrecken,
- einen Zuckerschock (Über- oder Unterzuckerung) aufgrund einer Diabetes-Erkrankung. Ausgeschlossen bleiben Gesundheitsschäden, die durch den Diabetes selbst verursacht wurden.
Grundsätzlich bieten wir keinen Versicherungsschutz, wenn die versicherte Person durch den regelmäßigen Konsum von Drogen oder sonstigen Mitteln, die das Bewusstsein beeinträchtigen, einen Unfall erleidet.
In der VHV Unfallversicherung gilt auch:
Bewusstseinsstörungen durch Alkohol, Medikamente und beim Führen von Kraftfahrzeugen:
Es sind Unfälle infolge von Bewusstseinsstörungen, die durch Alkoholkonsum oder Einnahme von Medikamenten verursacht sind, versichert.
Beim Lenken von Kraftfahrzeugen sind Unfälle infolge von Bewusstseinsstörungen aufgrund Alkoholkonsums nur versichert, wenn der Blutalkoholgehalt unter 1,8 Promille liegt.
Herzinfarkt, Schlaganfall:
In der VHV Unfallversicherung fallen auch Unfälle unter den Versicherungsschutz, die durch einen Schlaganfall oder Herzinfarkt verursacht wurden.
Geistes- oder Bewusstseinsstörungen infolge einer ungewollten Einnahme von K.-o.-Tropfen:
In der VHV Unfallversicherung sind Unfälle der versicherten Person durch Geistes- oder Bewusstseinsstörungen infolge einer ungewollten Einnahme von K.-o.-Tropfen (z. B. Benzodiazepine oder Gamma-Hydroxy-Buttersäure) mitversichert.
Versicherungsschutz besteht jedoch nur, wenn die Verabreichung als strafbare Handlung bei der Polizei angezeigt und das Protokoll der Strafanzeige dem Versicherer vorgelegt wird.
Was bedeutet das konkret?
Eine Bewusstseinsstörung meint, dass jemand so eingeschränkt reagieren oder wahrnehmen kann, dass er einer Gefahrensituation nicht mehr gewachsen ist. Die VHV Unfallversicherung schließt viele solcher Situationen ausdrücklich in den Schutz ein – etwa nach einem Herzinfarkt, Schlaganfall, einem Zuckerschock oder der ungewollten Einnahme von K.-o.-Tropfen. Bei Alkohol und beim Führen von Kraftfahrzeugen gelten allerdings bestimmte Voraussetzungen, und dauerhafter Drogenkonsum ist vom Schutz ausgenommen.
Häufige Fragen
Wann liegt eine Bewusstseinsstörung vor?
Eine Bewusstseinsstörung liegt vor, wenn die versicherte Person in ihrer Aufnahme- und Reaktionsfähigkeit so beeinträchtigt ist, dass sie den Anforderungen der konkreten Gefahrenlage nicht mehr gewachsen ist.
Sind Unfälle nach Alkoholkonsum versichert?
Ja, Unfälle infolge von Bewusstseinsstörungen durch Alkoholkonsum sind versichert. Beim Lenken von Kraftfahrzeugen besteht Schutz jedoch nur, wenn der Blutalkoholgehalt unter 1,8 Promille liegt.
Sind Herzinfarkt und Schlaganfall mitversichert?
Ja, Unfälle, die durch einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursacht wurden, fallen unter den Versicherungsschutz. Ausgeschlossen bleiben jedoch Gesundheitsschäden, die durch den Herzinfarkt oder Schlaganfall selbst verursacht wurden.
Was gilt bei der Einnahme von K.-o.-Tropfen?
Unfälle durch Geistes- oder Bewusstseinsstörungen infolge einer ungewollten Einnahme von K.-o.-Tropfen sind mitversichert. Versicherungsschutz besteht jedoch nur, wenn die Verabreichung als strafbare Handlung bei der Polizei angezeigt und das Protokoll der Strafanzeige dem Versicherer vorgelegt wird.
Sind Unfälle durch Drogenkonsum versichert?
Grundsätzlich besteht kein Versicherungsschutz, wenn die versicherte Person durch den regelmäßigen Konsum von Drogen oder sonstigen Mitteln, die das Bewusstsein beeinträchtigen, einen Unfall erleidet.